Python als erste Programmiersprache – deshalb ist Python so gut geeignet

Eine Programmiersprache ist letztendlich ein Werkzeug, um dem Computer Befehle zu erteilen und damit eigene Automatisierungen sowie Programme zu erschaffen. Doch welche Sprache sollte am Anfang gewählt werden?

Vermutlich hast du schon mal ein wenig recherchiert und bist auf die unterschiedlichsten Sprachen gestoßen. Vielleicht hast du dabei bereits ein paar Codezeilen gelesen, die dich unter Umständen etwas abgeschreckt haben.

Python gilt als einer der Einsteiger-freundlichsten Programmiersprachen, wird aber nicht nur deshalb hoch gehandelt. Doch was zeichnet diese Sprache aus und welche Gründe sprechen für Python als Einstiegssprache?

Darum ist Python eine ideale Einstiegssprache

Die Programmiersprache Python hat eine vergleichsweise geringe Einstiegshürde.
Wer schon größere Formeln und Makros in Excel gebaut hat, wird auch den Einstieg in Python schaffen.

Die ersten Automatisierungen und kleinen Skripte sind bereits nach kurzer Zeit erstellt und geben einen regelrechten Motivationsschub.

Dabei werden nebenbei allgemeine Programmiergrundlagen mitgenommen – und das ohne große Frustration.

Der Code ist strukturiert, gut lesbar und nicht zu kompliziert.
Im Vergleich zu anderen Programmiersprachen steht die Umsetzung und nicht die Ergründung des Weges zum Ziel im Mittelpunkt.

Diese und weitere Gründe lassen Python zur idealen Einstiegssprache werden.

Was brauche ich, um mit Python zu programmieren?

Zunächst einmal: Alles, was du zum Schreiben von Python-Programmen benötigst, ist kostenlos und online verfügbar!
Die Sprache ist Open Source und kann von jedem kostenlos verwendet werden, auch für kommerzielle Projekte und Anwendungen.

Im Grunde musst du nur Python auf deinem Computer installieren und einen Texteditor auswählen, mit dem du den Code schreiben möchtest. Neben diversen guten Editor-Programmen bieten die Weiten des Internets auch kostenlose Entwicklungsumgebungen, die den Komfort noch weiter erhöhen.

Du kannst sogar ohne eine Installation direkt online loslegen!

Eine integrierte Entwicklungsumgebung, auch bekannt unter dem Akronym IDE, kannst du als digitale Umgebung betrachten, die zur Entwicklung von Programmen verwendet wird.

Viele Python-Entwicklungsumgebungen bieten eine intelligente Autovervollständigung beim Programmieren, einen Debugger zum Ausmerzen von Fehlern und stellen den Code durch Farben sowie Formatierungen noch übersichtlicher dar.

Grund Nr. 1: Klare, lesbare Syntax

Eine der grundlegenden Ideen von Python besteht darin, das Schreiben von Code zu erleichtern und ihn damit lesbarer und „sauberer“ zu machen.

Da der Quelltext dem alltäglichen Englisch ähnelt, ist der Code relativ einfach zu lesen.
Im Vergleich zu anderen Programmiersprachen verzichtet Python auf unzählige Klammern, mathematische Operatoren und kryptische Abkürzungen.

Python verwendet Einrückungen im Code als zusätzliche Methode, um den Quelltext strukturierter und klarer zu gestalten. Die Strukturierung hilft Fehler schneller zu erkennen und zu beseitigen.

Einrückungen werden zwar auch in anderen Programmiersprachen genutzt, sind aber selten verpflichtend.
Python vermeidet unnötig lange Diskussionen über „Code Style Richtlinien“ und Formatierungen.
Außerdem bekommt ein (angehender) Entwickler direkt einen guten Stil „antrainiert“.

Das sogenannte „Zen of Python“ gibt die Kernphilosophie der Sprache wieder und enthält einige bemerkenswerte Aspekte.
Hierzu zählen unter anderem:

  • Schön ist besser als hässlich.
  • Explizit ist besser als implizit.
  • Einfach ist besser als komplex.
  • Komplex ist besser als kompliziert.
  • Geradlinig ist besser als verzweigt.
  • Platz ist besser als zu dicht.
  • Lesbarkeit zählt.

Ob als Alltagshilfe, Hobby oder für einen Quereinstieg in die IT-Branche. Die Programmiersprache setzt kein spezielles IT-Studium voraus und kann letztendlich von jedem gelernt werden.

Das klassische „Hello World!“-Programm, mit dem der einfache Text „Hello World!“ auf dem Bildschirm angezeigt wird, verdeutlicht die Vorzüge von Python im Vergleich zu anderen Sprachen.
In Java ist der folgende Code erforderlich:

public class HelloWorld
{
    public static void main (String[] args)
    {
        System.out.println("Hello World!");
    }
}

Bei Python reicht ein einfaches:

print ("Hello World!")

Fertig! Kurz und knapp und auf den Punkt gebracht – ganz im Sinne vom „Zen of Python“.

Grund Nr. 2: Schnelle Ergebnisse

Bereits nach kurzer Zeit steht das erste fertige Programm.

Dank der leicht zu Erlernenden und klaren Syntax müssen hierfür nicht erst fundamentierte Kenntnisse über Variablen, Bedingungen und Schleifen erarbeitet werden.

Nicht das Lernen der Sprache steht im Mittelpunkt, sondern das Umsetzen einer Automatisierung (Affiliate-Link) oder einer Idee.
Alle weiteren Kenntnisse erlangst du quasi „by the way“.

Gerade als Anfänger empfindet man es als äußerst hilfreich, dass sich der Code fast wie normales Englisch liest.

Wenn du die ersten Probleme lösen möchtest, kannst du zunächst einen Pseudocode schreiben. Bei einem Pseudocode handelt es sich um eine detaillierte und dennoch lesbare Beschreibung dessen, was dein Programm letztendlich machen soll.

Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel – nur zum Verdeutlichen.
Hier zunächst ein Pseudocode:

Zähle von 1 bis 10
Zeige jede einzelne Zahl auf den Bildschirm
Beende das Zählen mit der Meldung „Fertig!“

Schon nach relativ kurzer Zeit verwandelt sich ein solcher Pseudocode bzw. ein solcher Ablauf in einen echten Programmcode.
In Python kann das Beispiel wie folgt umgesetzt werden:

for i in range(1, 11):
    print (i)
else:
    print ("Fertig!")

Einfach, gut lesbar und geradlinig – einfach im Sinne vom „Zen of Python“.

Im Python Umfeld liest man oft „Comes with Batteries included“ – also „kommt mit Batterien inklusive“.
Da liegt daran, dass Python im Standard schon viele Dinge „inklusive“ hat.
Bei anderen Sprachen müssen oftmals externe Bibliotheken erst umständlich eingebunden werden.

Bei dem Programmieren unterstützt dich also eine große Sammlung von Standardbibliotheken und Zusatzpaketen.

Bei einer Programm-Bibliothek handelt es sich, ähnlich wie in der Realität, um eine große Sammlung von „Büchern“.
Nur das die Texte hier bestimmte Funktionen zur Verfügung stellen.

Dein Programm kannst du um genau diese Funktionen erweitern und damit bestimmte Aufgaben noch leichter lösen. Hierdurch kannst du noch schneller erste Erfolgserlebnisse verbuchen.

Grund Nr. 3: Vielseitigkeit

Python ist eine äußerst vielseitige Sprache, die in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet werden kann.
Ob Data Science, Machine Learning, Webentwicklung oder Spieleentwicklung, die Möglichkeiten sind schier unendlich und werden von zahlreichen Entwicklern genutzt.

Diese Vielseitigkeit ist für einen Programmieranfänger fantastisch!
Vielleicht hast du noch keine klaren Vorstellungen von dem, was du in Zukunft alles erstellen möchtest.
Allerdings wirst du schon nach ein paar Python Tutorials eine konkretere Vorstellung entwickeln und erkennen, welcher Bereich dich am meisten interessiert.

Viele Entwickler bezeichnen Python als das Schweizermesser unter den Programmiersprachen und du kannst das Werkzeug für deine persönlichen Ziele und Zwecke verwenden.

Grund Nr. 4: Reife und unterstützende Python-Community

Python wurde vor mehr als 30 Jahren entwickelt.
Das gab der Community ausreichend Zeit, um angemessen zu wachsen und zu reifen.

Ob Anfänger oder Experte, es gibt zahlreiche Dokumentationen, Leitfäden und Video-Tutorials, die Lernende und Entwickler jeden Kenntnisstands und jeden Alters kostenlos nutzen können.

Hier habe ich eine kleine Zusammenstellung für den Einstieg für dich.

Außerdem ist die Entwickler-Community unglaublich aktiv.
Das bedeutet, dass jemand, der Hilfe oder Unterstützung benötigt, diese zeitnah erhalten kann.

Für Hilfe und Unterstützung kannst du natürlich auch gerne unserer Community in Discord beitreten!

Der britische Entwickler-orientierte Analyst SlashData hatte letztlich eindrucksvolle Zahlen veröffentlicht, die die weite Verbreitung von Python und die Größe der Community verdeutlichen.

Die Research-Spezialisten für Developer Economy schätzen, dass es im ersten Quartal 2021 weltweit 24,3 Millionen Entwickler gab. Hiervon sollen stolze 10,1 Millionen Entwickler der Python- Community angehört und zumindest einen Teil ihrer Software ausschließlich in Python entwickelt haben.

Grund Nr. 5: Unterstützung durch renommierte Unternehmen

Programmiersprachen wachsen schneller, wenn sie von einem Unternehmenssponsor unterstützt werden.

PHP wird beispielsweise von Facebook unterstützt.
Java von Oracle and Sun.
Visual Basic & C# von Microsoft.

Zu den Unterstützern von Python zählen Facebook, Amazon Web Services und Google.
Nicht zu vergessen ist auch Dropbox.

Der Schöpfer von Python – Guido van Rossum – hat lange Zeit für Dropbox gearbeitet.
Wie sehr Dropbox in Python investiert ist, kann man auch den beiden Artikeln hier und hier entnehmen.

Google nutzt Python bereits seit 2006 für zahlreiche Anwendungen und Plattformen.
Viele institutionelle Anstrengungen und viel Geld wurden von Google in die Förderung und den Erfolg der Python-Sprache investiert.
Das Unternehmen hat sogar ein spezielles Portal nur für Python erstellt.

Die Liste der Support-Tools und Dokumentationen wächst ständig, womit sich die Welt der Möglichkeiten weiter vergrößert und die Programmiersprache an Wichtigkeit gewinnt.

Wann ist also für dich der Einstieg gekommen?
Bist du endlich bereit loszulegen?
Dann wechsel gleich mal in einen neuen Tab und mach die ersten Schritte mit meinem kostenlosen Guide.

Du hast Fragen oder brauchst Hilfe?
Unsere Community in Discord heißt dich gerne willkommen! Schein einfach rein!

Und Tutorials zum Mitarbeiten findest du hier im Blog und auf meinem YouTube Kanal.
Den Code und die Dateien kannst du kostenlos herunterladen und direkt loslegen!


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